Tanken an der Schweizer Grenze — für wen sich was lohnt
Der Unterschied läuft in beide Richtungen
Anders als bei den östlichen Nachbarn ist die Sache hier nicht eindeutig. Die Schweiz besteuert Benzin vergleichsweise niedrig, Diesel dagegen höher als Deutschland. Wer welche Richtung fährt, hängt also vom Kraftstoff ab.
Wer profitiert wovon (Richtwerte)
| Benzinfahrer aus Süddeutschland | in der Schweiz oft günstiger |
| Dieselfahrer aus der Schweiz | in Deutschland deutlich günstiger |
| Diesel in der Schweiz | meist teurer als Benzin |
Für Schweizer: Tanken in Deutschland
Der klassische Fall ist der Dieselfahrer aus Basel, Schaffhausen oder St. Gallen, der auf deutscher Seite tankt. Beliebte Stopps liegen in Weil am Rhein, Lörrach, Waldshut-Tiengen und Konstanz. Die Tankstellen dort sind auf Schweizer Kundschaft eingestellt.
Für Deutsche: Tanken in der Schweiz
Lohnt sich vor allem für Benziner auf der Durchreise. Achte auf die Autobahnvignette: Sie kostet 40 Franken pro Jahr und gilt unabhängig von der Fahrtdauer — für einen Tagesausflug über die Autobahn ist das ein spürbarer Posten. Auf Landstraßen brauchst du sie nicht.
Bezahlen
Gezahlt wird in Schweizer Franken. Karten werden überall akzeptiert; auch hier gilt die Regel, am Terminal in Landeswährung abzurechnen statt in Euro. Viele Tankstellen an der Grenze nehmen zusätzlich Euro an — meist zu einem für dich ungünstigen Kurs.
Zollfreimengen
Die Schweiz ist nicht in der EU. Der Tankinhalt bleibt abgabenfrei, im Reservekanister sind bis zu 25 Liter zollfrei. Wer mehr einführt, muss ihn deklarieren.